Über

Das Leben  - mein Lehrmeister. Das ist nicht nur das Thema meines Blog´s, sondern das ist auch meine Lebensphilosophie. Auf dem Weg zur Therapeutin, bin ich selber viele Jahre durch die harte Schule des Lebens gegangen. Was am Anfang unüberwindbar schien, hat sich heute im Rückblick, als wegweisend für meine heutige Arbeit erwiesen.       

Alter: 46
 


Werbung




Blog

stummer Schrei

Ich  frage mich manchmal, in was für einer Gesellschaft wir leben, in der gerade uns Frauen  suggestiert wird, wie ein Idealbild aussehen soll. Hineingepresst in einer Schablone. Idealmaße, Idelgewicht, Idealgröße....

Es macht mich traurig, zu sehen, wieviele junge Frauen sich von dieser Gesselschaft erdrücken und in diese Schablone pressen lassen. Junge Frauen, die eine richtig schöne ansprechend weibliche Figur haben, sich in die Hungermaschinerie begeben um mit biegen und "brechen" in diese Schablone zu passen, die nicht für ihren Körper bestimmt ist.

Aber bei vielen der jungen Frauen, ist der Weg in die Essstörung auch ein "stummer Schrei". Ein innerlicher Schrei, der ihnen oft selber nicht bewusst ist. Die Reifung zur eigenen Persönlichkeit, orientiert sich auch an sein Umfeld. Familie, Freunde und die Gesellschaft. Das Gefühl nicht verstanden zu werden, das Gefühl nicht akzeptiert zu sein oder das Gefühl fehl am Platz zu sein, wird bei diesen Frauen mit weniger Nahrung kompensiert. Der Mangel an ihrem eigenen Selbstwert wird hier verbildlicht.

Aber um welchen Preis? 

Den Preis den sie zahlen ist hoch. Sie verlieren ihre eigene Körperwahrnehmung. Das Spiegelbild ist immer eine andere Person wie sie selbst. Ein genussvolles Essen - die Hölle. Aber Essen ist für unser Leben notwendig. Dadurch kommt sehr bald die Einsamkeit und der Rückzug. Der ganze Lebensinhalt sind in Gedanken nur noch mit den Gedanken des Essens, Kalorien, wieviel ich wann und wo essen kann, damit ich ja kein Gramm mehr zunehme.

Der Grad von normalen und gesunden Gewichtsverlust, hinein zur Essstörung, ist sehr schmal und geschieht oft so schleichend, das die Familie und Freunde erst etwas bemerken, wenn der Betroffende sich bereits im Sog der Krankheit befindet. Das schwierige daran ist, das nur der Betreffende es in seiner Macht hat sich aus seinem Sog zu befreien.  Das Umfeld kann helfend zur Seite stehen, aber nach dem rettenden Strohhalm muss der Betreffende selber greifen.

Ich wünsche mir so sehr das unsere Gesellschaft langsam anfängt nicht mehr in Schablonen zu denken.  Genauso wünsche ich den Frauen, die sich in ihrem Sog befinden, alle Kraft zu finden und sich für das LEBEN zu entscheiden.

 


 

 

28.12.15 10:17, kommentieren

Werbung


Stammesführer in Neuginea

In den einfachen Rückführungen geht es meinen Klienten, weniger um ein aktuelles Problem, als vielmehr um die Neugierde. So auch bei diesem Fall: Eine Frau Mitte 40, selber im therapeutischen Bereich tätig, gut gehende Praxis.

In der Rückführung fand sie sich im Leben eines Stammesführer in Neuginea wieder. Ein sehr einfaches naturgebundenes Volk. Sie beschrieb eine Feier, an der nur Männer teilnahmen, sie saß etwas erhöht und beschrieb ein Musikinstrument, welches der Panflöte sehr ähnlich war.  Sie, bzw. Er leitete mit diesem Instrument eine Art Trance ein, während die Gruppe mit rhytmischen Gesang, einen im Kreis tanzenden jungen Krieger begleitete.

Meine Klientin, bzw. er, klärte mich darüber auf, das heute ein junger Mann als Krieger verabschiedet wird. Die Feier ist ihm zu ehren. Die Zeremonie würde bis zum Morgengrauen gehen. Anschliesend geht der junge Mann zum ersten mal auf die Jagd. 

Auf weiteren nachfragen, kam heraus, das der junge Krieger sein Sohn ist und er sehr stolz auf ihm sei. 

Nach der Rückführung berichtete sie von der Faszination des Gefühls als Mann und das unbeschreibliche Gefühl der Sicherheit, Stärke und die Kraft einen eigenen Stamm zu leiten.

Dieses intensive Gefühl nahm sie mit in ihr jetziges Leben. Sie überwand mit diesem starken Gefühl, ihre Ängste vor einer Gruppe zu reden und hält jetzt mit viel Freude Vorträge und gibt selber Fortbildungen.

 

18.12.15 11:02, kommentieren