stummer Schrei

Ich  frage mich manchmal, in was für einer Gesellschaft wir leben, in der gerade uns Frauen  suggestiert wird, wie ein Idealbild aussehen soll. Hineingepresst in einer Schablone. Idealmaße, Idelgewicht, Idealgröße....

Es macht mich traurig, zu sehen, wieviele junge Frauen sich von dieser Gesselschaft erdrücken und in diese Schablone pressen lassen. Junge Frauen, die eine richtig schöne ansprechend weibliche Figur haben, sich in die Hungermaschinerie begeben um mit biegen und "brechen" in diese Schablone zu passen, die nicht für ihren Körper bestimmt ist.

Aber bei vielen der jungen Frauen, ist der Weg in die Essstörung auch ein "stummer Schrei". Ein innerlicher Schrei, der ihnen oft selber nicht bewusst ist. Die Reifung zur eigenen Persönlichkeit, orientiert sich auch an sein Umfeld. Familie, Freunde und die Gesellschaft. Das Gefühl nicht verstanden zu werden, das Gefühl nicht akzeptiert zu sein oder das Gefühl fehl am Platz zu sein, wird bei diesen Frauen mit weniger Nahrung kompensiert. Der Mangel an ihrem eigenen Selbstwert wird hier verbildlicht.

Aber um welchen Preis? 

Den Preis den sie zahlen ist hoch. Sie verlieren ihre eigene Körperwahrnehmung. Das Spiegelbild ist immer eine andere Person wie sie selbst. Ein genussvolles Essen - die Hölle. Aber Essen ist für unser Leben notwendig. Dadurch kommt sehr bald die Einsamkeit und der Rückzug. Der ganze Lebensinhalt sind in Gedanken nur noch mit den Gedanken des Essens, Kalorien, wieviel ich wann und wo essen kann, damit ich ja kein Gramm mehr zunehme.

Der Grad von normalen und gesunden Gewichtsverlust, hinein zur Essstörung, ist sehr schmal und geschieht oft so schleichend, das die Familie und Freunde erst etwas bemerken, wenn der Betroffende sich bereits im Sog der Krankheit befindet. Das schwierige daran ist, das nur der Betreffende es in seiner Macht hat sich aus seinem Sog zu befreien.  Das Umfeld kann helfend zur Seite stehen, aber nach dem rettenden Strohhalm muss der Betreffende selber greifen.

Ich wünsche mir so sehr das unsere Gesellschaft langsam anfängt nicht mehr in Schablonen zu denken.  Genauso wünsche ich den Frauen, die sich in ihrem Sog befinden, alle Kraft zu finden und sich für das LEBEN zu entscheiden.

 


 

 

28.12.15 10:17

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